Druckschrift 
1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

Unaustilgbar keimen diese,

Sprossen dicht von selbst empor,

Wie im Thal und auf der WieseKraut und Blume, GraS und Rohr.

Sinnig sitz' ich oft, und frage,

Und erwäg' es herzlich treuAus des besten Wissens Wage:

ObUns lieben" Sünde sey?Dann erkenn' ich zwar und findeKrankheit, schwer und unheilbar; ^Aber Sünde, Liebchen, SündeFand ich nie, daß Krankheit war.

O, ich möchte selbst genesen!

Doch durch welche Arzenci?

Ost gedacht und oft gelesenHab' ich viel und mancherlei;Ärzte, Priester, Weis' und ThorenHab' ich oft um Rath gefragt;Doch mein Forschen war verloren;Keiner hat's mir angesagt.

O, so laß eS denn gewahren,

Da Genesung nicht gelingt!

Laß uns lieber Krankheit nähren,

Eh' uns gar das Grab verschlingt!