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In Schlummer gehüllt war jedes Gesicht;
Doch, ach! das Verrätherang' schlummerte nicht.Lcnardo! Lenardo! wie wird dir's ergehn,
Noch che die Hähne das Morgenlicd krähn? —
Weit her, von Hispaniens reichster Provinz,
War kommen ein hochstolzirender Prinz,
Mit Perlen, Gold, Ringen und Edelgestein,
Die schönste der schönen Prinzessen zu srcin.
Ihm brannte der Busen, ihm lechte der Mund;Doch hofft' er, doch harrt' er umsonst in Burgund;Er warb wohl, und warb doch vergebens manch Jahr,Und wollte nicht weichen noch wanken von dar.
Drob hatte der hochstolzirende GastBei Nacht und bei Tage nicht Ruhe noch Rast;Und hatte zur selbigen Stunde der NachtSich auf und hinaus in den Garten gemacht;
Und hatt' cS vernommen, und hatt' eö gesehn,
Was jetzt kaum drei Schritte weit von ihm geschehn.Er knirrschte die Zähne, biß blutig den Mund:„Zur Stunde soll's wissen der Fürst von Burgund!"
Und eilte zur selbigen Stunde der Nacht;
Ihm wehrte vergebens die fürstliche Wacht:
„Jetzt will ich, jetzt muß ich zum König hinein!Weil Hochvcrrath ihn und Ausruhr bedräun." —