Allem was hilft'S, wenn nach dem TodeMich Lcichcnprcdigt oder OdeDen größten aller Schneider nennt,
Und ein vergoldet Marmor-Monument,
An welchem Schere, Zwirn und Nadel hangen,Und Fingcrhut und Bügeleisen prangen,
Der späten Nachwelt dies bekennt?
Wenn lebend mich mein ZeitgenosseZu Stalle, gleich dem edlen Rosse,
Auf Stroh zu schlafen, von sich stößt,
Und nackend gehn und hungern läßt?
Der Stümper, der zu meinen Füßen kreucht,Beschmitzet zwar mit seines Neides Geifer,
Weil nicht sein Blick an meine Höhe reicht,
Ost meinen Ruhm, und schreit: Ich sey ein SäuferSey stets bedacht, mein Gütchen zu vcrthun,
Und lass' indeß die edle Nadel ruhn.
O schnöder Neid! Denn überlegt man's reifer,Gesetzt den Fall, die Lästerung sey wahr,
So ist dabei doch ausgemacht und klar,
Und es bestätigt dies die Menge der Erempel,Daß solch ein Zug von je und je im StempelErhabener Genieen war.
Sie binden sich nicht sclavisch an die RegelDer Lebensart, und fahren aus gut Glück,
So wie der Wind der Laun' in ihre SegelJust stoßen mag, bald vorwärts, bald zurück,