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1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
78
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Und mich beflügelt ihr Gebot,

Sie unvcrmuthet zu umfangen.

Dann schminkt mit hohem MorgenrothMein Kuß die jugendlichen Wangen.

Ihr Haar im Nacken reizet michZn hundert kleinen Thorenspiclen.

Fast nimmer müde kann man sichIn diesen seidnen Locken wühlen.

Sie äugelt nach dem Spiegel hin,Belauschet meine Neckereien;

Sie schilt, daß ich ein Tändler bin,Und freut sich doch der Tändeleien.

Drauf leg' ich ihr die Schnürbrust an.Vor Wonne beben mir die Hände.

Das Band zerreißt, so oft eS kann,Damit die Arbeit später ende.

Wie schnell bin ich nicht stets bereit,So liebe Dienste zu verrichten!

Doch schneller noch, zur Abendzeit,Das Werk des Morgens zu zernichten.

Nun schlinget meine kühne Hand,

O Liebe, Liebe, welche Gnade!

Ein sanft geflammtes NoscnbandIhr zierlich zwischen Knie und Wade.Wie mir das Blut zu Herzen stürzt!Nicht schöner wies sie Atalante,

Da sie um's Jawort, hoch geschürzt,Mit ihren Freiern wettcrannte.