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Geschichte von England
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söhnungSact haben. Einige hatten sich durch die Flucht gerettet,einige starben noch zur rechten Zeit eines natürlichen Todes, dieübrigen aber sielen gleichsam als Versöhnungsopfer für den unglück-lichen Karl I. Doch man begnügte sich noch nicht mit dieser pein-lichen Procedur, auch selbst über die Todtcn sollte ein Strafge-richt ergehen. Cromwell's, Bradshaw'S und Jreton'S Leichnamewurden ausgegrabcn, am Todestage Karls an den Galgen gehängtund nachher ihre Köpfe auf eine Stange gesteckt. Die verstüm-melten Körper grub man endlich auf dem Richtplatz in eine ge-meinschaftliche Grube. Auch die sterblichen Ueberreste von Crom-wells Mutter und seiner Tochter, Elisabeth Clappole'S, wur-den ihrer Begräbnißstelle enthoben und auf einem gewöhnli-chen Kirchhofe eingescharrt. Ucbcr dieses widerliche Verfahrenerlaubte man sich Witzeleien und Spöttereien, wer aber Gefühlund Vernunft hatte, fand darin nur den Ausdruck verachtungswür-diger Rachelust. Auch Lambert wurde noch vor ein Tribunalberufen, der zwar nicht unmittebar Karls l. Tod verschuldet hatte,dessen Benehmen aber doch als straffällig anerkannt wurde. Er,der dem Tode so oft muthvoll ins Auge geblickt, zeigte sich fetztbeklommen und ängstlich. Er sollte durch den Ausspruch desGerichtes den Tod leiden; der König verbannte ihn aber auf dieInsel Guernsey, wo er seine ihm geschenkten Lebenstage mitGärtnerei und Malen zubrachte. Vane aber, ein anderer Re-publikaner, erlitt standhaft den Tod am Galgen. In Schottlandwurde nur der Graf von Argyle, der die dortigen Volksbe-wegungen geleitet hatte, hingerichtet. Die Katholiken hofften vondem neuen König eine bessere Lage ihrer Stellung, er konnte abertrotz seiner gemäßigten Gesinnung nicht durchdringen.

§. 95.

Zwischen CromwellS und Karl II. Hofhaltung war ein merk-barer Unterschied. Der äußere Schein eines gottseligen Wesensund sittlichen Anstandes, der bei elfterem beobachtet wurde, mußtebald den Zerstreuungen und Festen weichen, die den König unauf-hörlich umgaukelten. Einen besonder» schädlichen Einfluß aufihn gewann die schöne Barbara Villi erS, die mit dem irischen