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die Oberhand, um Richard'S Ansehen war eö nun geschehen, undman gestaltete ein neues Parlament, das scherzweise wegen desnun Herrnlos gewordenen Zustandes von England, Rumpspar-lament genannt wurde. Auch dieses gerieth mit dem Militärin Kamps, so daß General L ambert dasselbe nach einigen Wochenwieder auseinander sagte. Richard und Heinrich sahen sich end-lich alles Ansehens beraubt, und kehrten dann in die Stille desPrivatlebens zurück. Die höchste Gewalt war nun einzig undallein in den Händen der Soldaten, die einen sogenanntenSicherhcitSauSschuß constituirten, dem die Civilgewalt über-geben wurde.
§. 93 .
Seit CromwellS Tode richtete der verbannte König mehr alsse sein Augenmerk auf die Vorgänge in England, und seine Hoff-nungen erhielten frische Nahrung. Er ließ den Royalisten wissen,daß er entschlossen sey, an der Spitze seiner treuen Unterthanensein Leben zu wagen. Schon war ein großer Theil des Adelsgesonnen, dem ungeregelten Zustande der Nation und dem Mili-tärdeSpotiSmuS zu entsagen, und für die gute Sache unter seineFahne zu treten, und bereits wurde der Tag bestimmt, wo Karlverkleidet nach der Küste von Bretagne aufbrechen sollte. Sehrvortheilhaft wirkte für ihn die Uneinigkeit der Ofsiciere, die vor-züglich zwischen Flettwood und Lambert ausbrach, und der Letzterewagte eS sogar, das Parlament aufzuhcben.
Zur damaligen Zeit erregte Monk die Aufmerksamkeit derParteien. Bisher hatte dieser seltne Mann die Truppen in Schott-land unter strengem Gehorsam gehalten. In seinen Berichtenan Cromwell findet man keine Spur von frommen Floskeln, siebezogen sich nur in kurzer trockner Sprache auf die nöthigstenGeschäftsangelegcnheiten, und er behauptete durchgehend«; eineundurchdringliche, geheimnißvolle Verschlossenheit. So kam eö,daß jede Partei der damaligen Zeit glaubte, er sey ihr ergeben.Auch König Karl unterließ eS nicht, ihm lockende Anerbietungenzu machen, waö der Aufmerksamkeit CromwellS damals nicht ent-gieng, allein Monk war klug und verschlossen genug, um Blößen