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Geschichte von England
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leiden den Tod. Als zwei schottische Geistliche durch einen hol-ländischen Capcr gefangen und nach England gebracht wurden,entdeckte der Eine alle Einzelnheiten einer von Maricn'S Freundenbeabsichtigten Invasion, welche Elisabeth schon lange befürch-tete. Ein als Verbrecher Hingerichteter Intrigant, NamensParry, welcher Andere zu Verschwörungen zu verleiten suchte,um sic nachher zu verrathcn, hatte vorgegeben, der CardinalComo, damals Staatssecrctär, habe einen Plan, die KöniginElisabeth zu ermorden, im Namen des Papstes gebilliget. Alsdas Urtheil, als schuldig, gefällt wurde, sagte Parry:er seyUnschuld ig, sein Bekenntnißsey nicht wahr, und ihmdurch Drohungen und Verheißungen entrissen wor-den; nie habe er an Ermordung gedacht, nie habeder Cardinal Como dieses gebilliget." Dennochwurde er hingerichtet. Vergebens suchten jedoch die Katholikendie Königin zu überzeugen, daß sie getreue Untcrthanen scyen,und daß sie nichts weniger als Parrys Grundsätze billigten. Ver-gebens flehten sie die Königin um Erbarmen, und der Geistliche,der diese Petition zu überreichen wagte, starb nach langer Haftim Gefängniß.

Die Leiden Maricn'S wurden immer trostloser, selbst ihrSohn Jakob, der wieder seine Freiheit erhalten hatte, behan-delte sie kalt und ohne Ehrfurcht. Ihr gefänglicher Aufenthalt inTutbury glich dem einer gemeinen Verbrecherin. Es warein hölzernes verfallenes Gebäude. Es mangelte ihr und denIhrigen nicht nur an jeder Bequemlichkeit, sondern sogar an fri-scher Lust. Mit zwei kleinen Zimmern mußten sic sich behelfen,und ihre Aussicht war von einer hohen Mauer umgeben, die ihnenauch das Sonnenlicht benahm. Unter Mariens Fenster wurdealler Unrath auögcschüttet, was einen verpestenden Geruch verbrei-tete. Neben dem Zimmer Mariens saß ein junger Katholik ge-fangen, der endlich als Opfer seines Glaubens vor ihrem Fensteraufgehängt wurde. Vergebens flehte sie um ihre Freiheit; mannahm ihr alle ihre Papiere ab, und Elisabeth legte ihr Schick-sal ihren Räthen vor. Einige stimmten für noch längere Haft,hoffend, sie werde bald sterben. Der Liebling Elisabeths