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Geschichte von England
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allein ihre Anhänger wurden von Murray geschlagen, und siefloh trotz der Warnung nach England zu ihrer SchwesterElisabeth. Diese zeigte sich öffentlich als Freundin der Königinvon Schottland, erklärte den auswärtigen Mächten, sie wolle dieKönigin Maria wieder auf deu Thron setzen, hatte ihrem Ge-sandten verboten, der Krönung des Prinzen beiznwohnen, for-derte Mari en's Freilassung, und kannte den Murray nichtals Regenten an. Dagegen standen ihre Minister imEinverständniß mit den Feinden der schottischenKönigin, unterstützten den Murray mit Rathschlägen, undwiderriethen der englischen Königin, die Waffen für ihre Schwe-ster zu ergreifen. Cecil war die Seele aller heimlichenPläne zumNntergang dieser unglücklichen Fürstin.Er hintcrtrieb eine persönliche Zusammenkunft beider Schwestern,und drang darauf, Maria müsse sich vorerst vor englischen Com-missären rechtfertigen und zwar hinsichtlich des schweren Verdachts,der wegen Darnleys Tode auf ihr hafte. Maria protestirtedagegen, denn als unabhängige Königin konnte und wollte sie sichin England keinem Richter unterwerfen, und sie verlangte nachSchottland oder wenigstens nach Frankreich zurück. Man schlugaber unredlicher Weise ihr Begehren ab. Maria war bereit,ihre Unschuld auf dem Wege einer schottischen Königin nachzu-weisen und zu vertheidigen, und sie verlangte vor allem ihreFreiheit.

Die auswärtigen Mächte führten Beschwerde wegen Ma-rien's Verhaftung, da Elisabeth sie dem Grafen Shres-bury zur Obhut übergab; allein Elisab eth entschuldigte sichdamit, daß sic ihr die größte Nachsicht habe angcdcihcn lassen,deren Bekanntmachung sic mit Schande bedeckt haben würde.

Ein für Maria bewirkter bedenklicher Aufstand, geleitet vondem Grasen von Westmoneland und Nordhumbcrlandgieng ohne Erfolg für die schottische Königin vorüber, und Vielebüßten ihr Leben am Galgen.

Als aber Pius V. den päpstlichen Stuhl bestieg, nahm ersich dieser unglücklichen Fürstin an, und sprach über Elisabeth,als eine Feindin der katholischen Kirche den Bann ans (1570),