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mit der Heirathsangelegenhcit der Königin. Sie sollte einengebornen Engländer heirathen; allein sie hatte unerschütterlichihre Neigung dem Philipp zugewendct. Es entstand deßwe-gen Aufruhr. Die Rädelsführer wurden hingerichtet, und unterdiesen war auch Guildsord Dudley und dessen siebzehnjäh-rige Gemahlin Johanna, zu deren Hinrichtung sich die Königinhatte überreden lassen, da man ihr zu bedenken gab, daß derThron in Gefahr sey
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Auch Elisabeth war in diesen Proceß verwickelt, so daßselbst Karl V. rieth, sie nach dem Gesetz zu richten. Sie hatteallerdings um das Complott gewußt, es wurde ihr sogar dieKrone angetragen; allein Gardiner nahm sich ihrer an, da sienicht offenkundig Theil daran genommen hatte. Endlich willigteman in die Heirath der Königin. Philipp landete in England.Er gelobte, die Gesetze des Landes aufrecht zu erhalten. Daraufwurde er mit dem Orden des Hosenbandes geziert. Seine Ju-gend, die Anmuth seiner Gestalt, die Heiterkeit seiner Züge be-zauberte alle Anwesenden, und alle begrüßten ihn mit dem Rufe:„Gott erhalte Euer Gnaden!" — Den Lords sagte erin lateinischer Sprache: „er sey gekommen nicht als Frem-der, sondern als eingeborener Engländer." Mitseltener Pracht wurde die Vermählung gefeiert. Kaiser Karlhatte ihm, gleichsam als Brautschatz, das Königreich Neapelund das Herzogthum Mailand abgetreten.
Bald nachher führte die Königin den alten Gottesdienst ohneWiderstand ein. Schwieriger war die Suprematie des Papstes,besonders hinsichtlich derer, welche sich auf Kosten der Kirchebereichert hatten. Es bewirkte jedoch Gardiner eine päpstliche
1) „Ungerecht ist es, wer bei diesen Hinrichtungen der Königinunnöthige Grausamkeit vorwirst, wer sie aber mit ihren Zeitgenossenunter ähnlichen Umständen vergleicht, besonders mit Elisabeths blutigemVerfahren bei weniger furchtbarem Aussehen der Gefahr, der wird dieKönigin Maria schonender beurthcilen." Lingard.