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schloß sich, zu den Waffen zu greifen, ja zuletzt trat sogar der Her-zog von Bukingham zu den Verbündeten über. Er, derUrsache an der Entthronung war, wollte dem jungen Prinzen dieKrone wieder verschaffen. Man hoffte nun den besten Erfolg,als sich auf einmal die Trauerpost verbreitete: „Die Prinzenseyen nicht mehr!" — Richard hatte sie wirklich nachseiner Abreise von London im Tower umbringen lassen. Siewurden mit Bettkiffen erstickt, und am Fuße der Treppe im Towerbegraben.
Allgemeines Entsetzen verbreitete sich, und die Verschwörungwurde nur noch allgemeiner. Auf den weisen Vorschlag desBischofs von Ely kam man überein, die Krone dem jungen Grafe»Heinrich von Richmond zu geben, der vermöge der Rechteseiner Mutter das Haus Lancaster repräsentirte, jedoch mitder Bedingung, daß er die Prinzessin Elisabeth, TochterEduard IV., heirathe, wodurch nach der Meinung des Prälatenbeide Häuser vereiniget würden. Dennoch siegte Richardanfangs über seine Feinde, und Bukingham wurde verrathenund auf Richards Befehl enthauptet, während Heinrich nichtsgegen ihn unternehmen konnte.
Nun wollte er die Prinzessin Elisabeth selbst heirathen,und trug ihr, als seine Gemahlin plötzlich krank geworden war,seine Hand an. Elisabeth willigte ein, beklagte sich aber,daß vielleicht die Königin am Ende gar nicht sterben würde.Als nun der Todesfall wirklich eingetreten war, den er mit vie-ler Zuversicht vorhergesagt hatte, — änderte sich Richards Ge-sinnung , denn seine Räthe riethen ihm, von der Verheirathungmit seiner Nichte abzustehen.
Nun landete Heinrich Tudor mit einem normännischenHeere aus der Bretagne (1485). Richard zog ihm entgegen.Als dieser seinen Gegner erblickte, sprengte er mit dem Rufe:„Verrätherei!" — dem Heinrich entgegen, erschlug denSir Wilhelm Brandsn, der das feindliche Banner trug,hieb auch den Sir Johann Cheney nieder, und führte auchgegen Heinrich einen Hieb, der ihm den Tod bringen sollte;allein Richard wurde übermannt, vom Pferde gerissen und getöd-