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Geschichte von England
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flüchtete sich zu den chm treuen Bewohnern von Westmoreland;wurde aber dennoch in Aorkshire ergriffen und in den Towergebracht. Der Graf von Warwick war so hartherzig, daß erauf dem Transport verbot, dem unglücklichen König Ehrfurcht zubezeigen, er ließ chm, gleich einem Verbrecher, die Füße an dieSteigbügel binden und dreimal um den Schandpfahl führen.

So wurde also das Haus der Lancastrier gedemüthigt!...Unterdeß zeigte König Eduard IV. seine Thronbesteigung demPapste an, und setzte ihm die Gründe seiner Ansprüche auseinan-der. Er erhielt hierauf von Pius II. ein höfliches aber dennochzurückhaltendes Schreiben, und dieser vermied Alles, was alseine Anerkennung seines Rechtes hätte gelten können.

Um seinen Thron zu befestigen, schloß Eduard einen mehr-jährigen Waffenstillstand mit Schottland, und mit den mächtigstenPotentaten freundschaftliche Bündnisse. Von Frankreich hatte ernichts zu fürchten, denn dieß hatte genug für sich zu thun.

Doch gar bald entkeimte in England selbst der Same derZwietracht. Eduard hatte nämlich die schöne und liebenswürdigeWittwe Elisabeth Gray kennen gelernt, welche srüherhin anIohannGray, einen Lancastrier, vermählt war, der bei St.Alban sein Leben verlor. Eduard ließ sich der politischen Ver-hältnisse wegen heimlich mit ihr trauen, und nachher wurde sieauch vom Herzog von Clarence, von dem Grafen von Warwickund von den Lords als Königin anerkannt. Dadurch aber gewan-nen die Lancastrier wieder Einfluß; dieß erregte jedoch bei denje-nigen Familien, denen Eduard seine Thronerhebung zu dankenhatte, Argwohn und Neid.

So begünstigten die Warwicks einen Volksaufstand, der inJorkshire sich entzündet hatte, indem die Bauern den Zehnten zumHospital von St. Leonhardt nicht liefern wollten (1469).Ein Jnsurgentenhaufen siegte über die Royalisten, nahm sogarden Grafen Rivers und den Sir Johann Wydeville, denVater und Bruder der Königin Elisabeth, gefangen, und beidewurden auf Befehl des Herzogs von Clarence und der GrafenWarwick, so gab man vor, hingerichtet.

Der Herzog von Clarence, der älteste von den noch leben-