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Geschichte von England
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und die Verheerungen der Royalisten, alles trug dazu bei, ihmAnhang zu verschaffen. Daraus wurde ein großer Rath abgehal-ten und beschlossen: „daß, weil Heinrich sich mit denTruppen der Königin vereiniget hat; so habe er denVergleich gebrochen und die Krone an Eduard vonJork verwirkt." — Dieser begab sich nun nach der Westmin-sterhalle , bestieg den Thron, und setzte die Rechte seiner Familieauseinander. Dann begab sich der neue König in die Kirche, woman ihm zurief: „Lange lebe König Eduard!"....

So endete Heinrichs VI. Negierung, dessen unbescholtenerCharakter selbst von seinen Feinden anerkannt wurde. Er warfromm, sittenrcin und sehr geneigt, Wohlthaten zu spenden undseinen Feinden zu verzeihen. Hätte er mit mehr Körperkraft auchmehr Geistesstärke verbunden; so würde er über seine Gegnereher gesiegt haben.

Eduard IV. von Jork.

1461 — 1483 .

§. 49 .

Obgleich Eduard, Sohn des Herzogs von Jork, sich setztKönig nannte, so blieben doch die Lancastier seine Gegner, dochentschied die äußerst blutige Schlacht zwischen Towton undSayton (1461) seinen Vortheil. Sie dauerte von neun UhrMorgens bis drei Uhr Nachmittags, und gegen acht und dreißigtau-send Mann sollen aus dem Felde geblieben seyn. Darauf wurdeEduard in London gekrönt. Seine süngern Brüder Georgund Richard ernannte er zu Herzogen von Clarence und Glo-cester. Um sich dem neuen König gefällig zu zeigen, ver-urtheilte das Parlament mehrere seiner Gegner zum Tode, unterandern auch den König Heinrich VI., seine Gemahlin undseinen Sohn Eduard! —

Dennoch hoffte die Königin Marg aretha die Angelegenheitihrer Partei, nämlich die der rothen Rose (das Zeichen deSLancasterschen Hauses) *) zu retten. Vergebens brachte ihr aber

1) Das Haus Jork führte als Zeichen eine weiße Rose.