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und Schwert die Provinzen Frankreichs, und er konnte sich frei-lich rühmen, in dem kurzen Zeiträume von fünf Wochen überfünfhundert Städte und Dörfer in Asche gelegt zu haben.
Auch der Prinz von Wales machte nach ihm einen Feld-zug, und wagte sich hinab bis in die Gegend von Bordeaux,weniger um zu erobern, als den Franzosen die Schrecknisse desKrieges fühlen zu lassen. Da rückte König Johann ihm nachgegen Poiticrs (1356). Dahin war auch der Prinz, wiewohlzu spät, aufgebrochcn, um sich zurückzuzichcn. „Gott steheuns bei, rief er aus, als er den französischen Vortrab erblickte,uns bleibt nichts übrig, als tapfer zu fechten." —Das feindliche Heer war siebenmal stärker als da« der Engländer,doch konnte die französische Reiterei wegen des ungünstigen Bo-dens nicht gut gebraucht werden. Schon waren die Anordnungenzur Schlacht gemacht, als der Cardinal TalleyrandPerigordeintraf, und den französischen König mit emporgchobenen Händenanflchte, das Blut so vieler edler Ritter zu schonen, und lieberdurch Unterhandlungen Vortheile erstreben, als dem ungewissenAusgang einer Schlacht alles zu überlassen. Nur mit Wider-willen willigte König Johann in diesen Vorschlag. Doch auchdem englischen Prinzen stellte der Cardinal seine gefährliche Lagevor, und dieser erwiederte: „Sichert meine und meines-Heeres Ehre, und gern will ich billigen VorschlägenGehör geben." — Der Cardinal erwiederte: „HolderSohn, Ihr habt weise geantwortet. MeinGeschäftsolleS seyn, Euch solche Bedingungen zu verschaf-fen." — Der Legat ritt hin und her, um die zum Kampfe Ent-schlossenen für den Frieden zu gewinnen, und Eduard machteauch wirklich billige Bedingungen; allein Johann verlangte, derenglische Prinz möchte sich nebst hundert Rittern als kriegsge-fangen ergeben, was aber natürlich mit Unwillen verworfenwurde.
In der darauf folgenden Nacht bereitete man sich zum Kampfevor. Am folgenden Morgen ertönten die Trompeten zum An-griff. Die französische Reiterei kam in einer engen Straße in'SGedräng, und die englischen Bogenschützen, die durch Hecken ge-