Heinrich I. der Gelehrte (Lesuelsre).
1100 — 1133 .
8. 32.
Durch das Recht der Geburt und durch Vertrage hätte dieKrone noch immer dem ältesten, dem Prinzen Robert, Herzogder Normandie, Zufällen sollen. Allein dieser hatte seit vierJahren in Palästina für die Befreiung des heiligen Grabes ge-kämpft, und obschon auf der Rückreise begriffen, benutzte Hein-rich dessen Abwesenheit, bemeisterte sich des königlichen Schatzes,und wurde alsdann zum Könige ausgcrufen und gekrönt. Ro-bert hatte ihm wegen des KreuzzugeS die Normandie aus fünfJahre verpfändet. Um sich beliebt zu machen, ertheilte Heinrich denPrälaten und Baronen ihre alten Freiheiten wieder durch einenFreiheitsbrics, welche durch Wilhelm so verkürzt, worden waren,und versprach die Gesetze Eduards des Bekenners wieder auf-recht zu erhalten. Seinen nicht tadelfreien Lebenswandel suchteer dadurch zu verbessern, daß er gewisse berüchtigte Personenvon sich entfernte. Dann vermählte er sich mit Mathildeoder Maud, die wegen ihrer Herzcnsgüte und Frömmigkeitdie gute Molde genannt wurde. Sie war die Tochter Mal-kolms, König von Schottland und Margarethens, einer Schwe-ster Edgars des Ethelings, wodurch er mit dem angelsächsischenStamm verwandt wurde. Von ihr hatte er einen Sohn Wil-helm und eine Tochter Alice, die später den Namen ihrerMutter Mathildis annahm. Dieser Wilhelm scheitertedurch die Schuld betrunkener Matrosen mit 300 Personen imMeere, als er von der Normandie nach England fuhr, und seitdieser Zeit hatte man den König nie mehr lächelnd gesehen. Aliceaber heirathete den deutschen Kaiser Heinrich V. Sie wurdespäterhin, nachdem sie Wittwe geworden war, und Heinrich I.mit seiner zweiten Gemahlin Adelheid'), Tochter Herzogs
1) HunkMAckon besingt ihre Schönheit also:
«tzuiä Modem» tibi, pidcliei-i-im», (>uid tibi Zemmse?ksllst zemms tibi, nee Modem» nitet: