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Geschichte von England
Entstehung
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borenen selbst, theilö auch einem im römischen Heere befindlichenElephanten zu danken. Dieses kolossale Thier, welches miteinem blinkenden eisernen Panzer bedeckt war, und überdießnoch einen mit bewaffneten Männern bemannten Thurm aufseinem Rücken trug, hatten die wilden Britten noch nie gesehen.Dieses Ungethüm setzte sie so in Schrecken, als es auf sie los-ging , daß sie alsbald die Flucht ergriffen.

§. 3 .

Das alte Britannien wurde damals von mehr als vierzigVölkerschaften bewohnt, die größtenthcils keltischen Ursprungswaren. Doch auch belgische Stämme verdrängten an derThemse die alten Einwohner, und ließen sich daselbst nieder. Be-sonders angesehen waren die Briganten, Cassier, Trino-banten, deren Hauptstadt London war, ferner dieBelgier,Kantier, die Siluren, Damnonier, Debuner, Mäa-tcn re. Belgische Stämme trieben mit Galliern und SpaniernHandel mit Eisen, Blei, Zinn, mit Thicrhäuten und Getreide.

Sie zeigten beim Angriff hohen Muth, sprengten mit ihrenPferden in die Wogen des Meeres, und reizten die Römer zumAngriff, sie unterlagen aber gleich anfangs der römischen Kriegs-kunst. Mit nacktem Körper gingen die Britten auf den FeindloS, denn sie waren stolz auf ihre tatovirtcn und bemalten Kör-per. Ihre Religion hatte Aehnlichkcit mit der der Griechen undRömer, und besonders ehrten sie den Merkur. Sie glaubtenan Seelenwanderung und Unsterblichkeit, an Belohnung undStrafe. Ihre Priester waren Druiden. Die höchste Gewaltthcilten Häuptlinge, unter denen einige königliche Würde besaßen.

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Obschon Cäsar den Britten einen Tribut auferlegt hatte, undder römische Kaiser Augustus sich einen Handelszoll zahlenließ, so blieben sie doch noch eine Zeitlang unabhängig. ErstKaiser Claudius schickte den Aulus Plaut ins mit vier Le-gionen und germanischen Hülfstruppen nach Britannien (43 nachChristi Geburt). Die Britten vcrtheidigten sich tapfer unter