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1 (1843)
Entstehung
Seite
349
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XXVIII Kapitel.

Zurückberufung Calvin s. 1S41

Ursachen der Zmückberufimg Calvin's. Kläglicher Zustand der rcformirten Kirchein Genf. Schreiben I. Bernhard's an den Verbannten. DrohungenBern's Sendung von Deputirten zur Beilegung der streitigen Puncte.Ihre Rückkehr nach Genf. Die calvinistische Partei wiegelt die Bevölkerunggegen die Patrioten auf, welche die Uebcreinkunst mit Bern Unterzeichneten.Die Berichterstatter. Hinrichtung des Gencraleapitäns der Miliz. Unei-nigkeit der Gcmüther. Der Rath will Calvin zurückbcrufen. Schreibendes Syndikats. Ablehnung von Seite des Reformators. Neue Schrittedes Raths. Calvin gibt nach. Seine Reise nach Genf. Der heiligeIgnatius und Calvin.

Wir müssen nun die Ursachen näher erforschen, welche die Zu-rückberufung des Verbannten veranlaßten.

Bei seiner Ankunft in Genf hatte Calvin zu seinen übelgearteten,despotischen Planen eine Stütze außer dem Volke gesucht, und diesein dem kleinen Nathe gefunden: das Volk hatte aber mit seinem bewun-derungswürdigen Scharfblicke den Theocraten gewittert und ihn aneinem Tage des Zorns versagt. Die Wunde blieb offen: Genf warentzweit. Die Aristokratie wollte eine politische Revolution zu erregensuchen, indem sie den Vorschlag machte, daß nichts vor den Rath derZweihundert gebracht werden sollte, was nicht im kleinern Nathe ab-gehandelt worden sei, und ebenso nichts vor den allgemeinen Rath, was nichtsowohl im kleinern Rathe, als im Rathe der Zweihundert abgehandelt wor-den sei. Das Volk rettete die Freiheiten Genfs, indem es eineFalle vermied, in welche es dreißig Jahre später gerathen sollte.

Die volksthümliche Partei hatte weder die hinreichende Gewandt-heit noch das Glück. Es fuhr fort, auf die Verbannten Lieder zumachen, und sie dem Gespotte in den Weinschenken, wie den Narren-possen auf den Marktschrcierbuden preiszugeben. Auf diese Weise riefsie Namen in's Gedächtniß zurück, welche hätten in der Vergessenheit

I) I. b'arv, lüzssi precis sur I'Icistoire cle Oeuvre, t. I., p. 252. ele.