und seiner Herrschaft, der wahrhafte Antichrist ist." Ferner sagter bei dem zweiten Briese an die Tefsalonicher (K. 2.): „Paulussprach mit klaren Worten, daß der Sündcnmann in der Kirche Herr-schen, und sich gegen den Gottesdienst erheben wird re.; cs ist aberoffenbar, daß die Päpste in der Kirche und unter dem Titel der Kircheherrschen (in ooelvm'n et titulo eeelesiae. dominum swntiliees, indemsie Götzen und ihren Dienst aufrecht erhalten. Ich behaupte also, daßnie eine Ketzerei aufgestanden sei, noch daß sich je eine erheben werde,auf welche sich diese Worte des Paulus bestimmter und wahrhafter anwenden lassen, als auf diese päpstische Herrschaft."
„Es betrifft auch den Antichrist, wenn der Prophet Daniel sagt,er werde ein Götzenbild in dem Tempel errichten, werde es verehrendurch goldne und silberne Opfergaben und die Frauen nicht in Ehrenhalten. Wer sieht nicht deutlich, daß sich dieß auf den römischen Papstbezieht? Unstreitig sind die Messe, der Heiligendienst und die goldnenund silbernen Statuen diese Götzen, die man den Gläubigen zur Vemehrung darstellt."
Die englischen Reformatoren waren nicht weniger einmüthig inBezug auf den Eharacter des Papstthums. „Was den Papst betrifft,"sagte Cramner, ehe er den Scheiterhaufen bestieg, „so verwerfe ich ihnals den Feind Christi, als den Antichrist, mit all seinen Irrlehren."„Ich bekenne," sagte La tim er vor den Commissarien, welche mit derLeitung seines Processes beauftragt waren, „ich bekenne, daß cs einekatholische Kirche gibt, deren Entscheidungen ich ergeben bleibe; aber es istnicht jene Kirche, die ihr die katholische nennt, der man viel eher denNamen der teuflischen geben könnte." — „Was hat Christus mitdem Antichrist gemein," rief er in seiner zweiten Unterredung mit Riv-ley, „es ist weder rechtlich noch gesetzlich, daß man sich unter ein unddasselbe Joch mit den Papisten beugt. Scheidet euch aus und trenneteuch von ihnen, sagt der Herr." Sehet auch, welche Ausdrücke Rid-ley in dem Briefe gebrauchte, den er schrieb, ehe er zum Tode geführtwurde. „Der römische Stuhl ist der Stuhl des Teufels; und derrömftche Bischof, der seine Greuel aufrecht erhält, ist unstreitig der leib-hafte Antichrist. Aus demselben Grunde ist dieser Stuhl heutzu Tage der nämliche, den der heilige Joannes in seiner geheimenOffenbarung Babylon, oder die babylonische Hure nennt, im bildlichenSinne Sodoma und Egypten, die Mutter der Unzucbt und des Greuels,von denen die Erde voll ist."
John Knor, das Haupt der schottischen Reformation antwortetein einer öffentlichen Disputation zwischen einem pävstisckcn Priester und
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