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Leib den Würmern der Erde vorgeworfcn hätte, würde er ihn uns inseiner vollen Kleiccrpracht vor eine der Lilien des Wadtlandthalcs oderauf eine der Laviucn, die der Wind nicdcrstürzte, geführt und gefragthaben: worüber er stolz sein könne, da eine Blüthc des Feldes schönersei, als all seine Schönheit, ein Stäubchen mächtiger, als all seineMacht.
„Der Teufel, als Repräsentant des himmlischen Zorns, hat' inden beiden Reformatoren Wittenbergs und Genfs eine doppelte Per-sönlichkeit angenommen, bei Calvin eine halb körperliche, bei Luthereine wirkliche und greifbare. Der böse Geist des Gcnfer's kann nichtleicht mit den Sinnen erfaßt werden, man sieht weder seinen Leib,noch seine Farbe, noch seine Gestalt. Der böse Geist, der aus demGehirne Luther's hcrvorging, kann gesehen, berührt, betastet werden;moralisch ist er der empörerische Erzengel Miltons, physisch gleicht erbeinahe immer dem Qnasimodo des Dichters Hugo. Das gefalleneWesen Calvin's ist traurig, träge, unfruchtbar; der gefallene ScraphinLuther's ist zornerfüllt und poetisch; diese beiden Schöpfungen gebenuns einen Maszstab für die Vorstcllungsgabe Beider. Ihr wißt, welcheNolle der böse Geist in dem religiösen Drama Luther's spielt, wo erRedner, Theologe, Pamphlctär und Dichter ist; wo er sich mit derTiare, dem Diadem, dem Nocke des Professors, dem Doctorhütchen,und sehr oft mit der Kaputze eines Mönchs bekleidet. Er ist das ge-schaffene Wesen, welches dem Sachsen die meisten Dienste leistete. Wennsich ein Kaiser wie Earl V. untersteht, die Lehre des Neuerers zu ver-folgen, ruft Luther dem Teufel, der sogleich erscheint und von demKaiser Besitz nimmt. Wenn ein Fürst, wie Heinrich VIII. die Sacra-mente des katholischen Katechismus verthcioigcn will, kommt der Satanin eigner Person, schleicht in das Eabinet des Königs, stiehlt dem Secrc-tär die Feder, und setzt sich hin, um Altes nieder zu schreiben, wasihm durch den Kopf läuft. Da ist ein Abtrünniger, Occvlampadius,der den Luther und seine Lehren vcrläugnct hat und sich in Basel ver-borgen hält, wo er Unkraut auf den Acker des Herrn sät: den findetman eines Morgens todt in seinem Belte; und glaubet ihr, er sei ander Pest gestorben? - Nein, am Teufel, der hat ihm den Hals umgc-dreht! und wie könntet ihr daran zweifeln? Luther selbst bestätigtes und singt ein Lob- und Danklied. Zwingli stirbt bei Eappel; dieLanze eines Katholiken brachte dem Sacramcntirer den Tod, sagt dieEhronik; Luther versichert aber, die Chronik lüge, der Teufel habeden verdammten Ketzer auf dem Schlachtfclvc aufgejucht, um die Erde vonihm zu befreien. Und damit man an seinem Worte nicht zweifle, fügt