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1 (1843)
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277
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schienen sei. Carlstadt hatte eine sehr geringe Meinung von der Ge-lehrsamkeit Luther's.

Als der Doctor die abweichende Auslegung las, welche sich seinSchüler erlaubte, rieb er sich die Augen und schüttelte sein langesHaar, als wenn er vor den Nebeln Wittenbergs nicht recht hätte lesenkönnen. Dann fing er mit Justus Jonas, Aurifaber, Pomeranus undMelanchthon so arg zu lachen an, daß es der Archidiacon hörte, dersich aber nicht im Geringsten dadurch stören ließ; denn er glaubte einehimmlische Eingebung gehabt zu haben, welches ein Glück war, dessensich alle Häupter der Rcsormation rühmen. Earlstadt fing nun an,seine Auslegung aus der Kanzel und in Büchern auszulegen, bis Mei-ster Martinus den Autor unter seinem Gelächter erstickte und die Schrif-ten desselben mit Fluthen von bairischem Bier übergoß. Der verjagteCarlstadt zog mit der Aufschrift, die ihm Melanchthon auf den Rückengeheftet hatte, von Stadt zu Stadt.Ein Barbar, ohne Geist,ohne Wissenschaft, des gemeinen Menschenverstandes beraubt, der wieTrunkenbolde unter Kannen und Gläsern lebt." Du armer Carl-stadt, der du nichts als Wasser trankst und von Luther zu einem Hei-ligen des Paradieses gemacht wurdest, als du dich verheirathetest!

Im Jahre 1524 kam ein Engel zu dem Pfarrer von Einsiedeln,als er gerade in den Armen seiner Magd schlief und das ätherischeWesen, an dessen Farbe sich Zwingli nie mehr erinnern konnte, erklärteihm den Sinn der Worte des Abendmahls. Luther erhob wieder seinhomerisches Lachen, das ihn in der reformirten Welt nicht mehr verließ,und Zwingli schrieb:

Ich glaube, daß Carlstadt von Weitem den Schein eines Lich-tes gesehen hat; er aber sah nicht wie ich die Sonne der Wahrheit, erverstand den mystischen Sinn der Worte Christi nicht. Der Leib Christikann weder unter, noch mit dem Brode da sein: das Brod ist nurdas Zeichen einer nicht gegenwärtigen Realität.

1) ttangseus in vita Lsrlostackii, Seblüffelburg: Oe coena vom. p. 87.Marheinccke: Geschichte der deutschen Reformation, Bd. II-, 1810, S. 236. re.

2) Hist. cke coens .4»^. toi. 42. in 2. Lonk. kesp. sck Outherum.

3) Der Prädicant, welcher Carlstadt's Hochzeitsmcffe las, verrichtete dabei einGebet, welches also begann: Oeus hui post lonzam et impisin sscercko-tum tuorum csecitatem, tteatnin .Knclresrn 6srlostackiuin es Zrstis clo-nare «ki^nstus es nt primus nulla Iratnts papistici juris ratione, nxo-rem ckueere susns luerit, «Ke.

4) 8i ssersinentis tickenckuin est, jsm ssersments Oeuin esse oportet, ntnon tsntum Lncksristiae sscrsinentum, seck et ttsptisinus insnuuingnsjmpositio Oeus sit. Kscrsments venersmnr ut signs et Symbols re-