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1 (1843)
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Ein Jahrhundert später griffen die Lutheraner das System vonder Vorherbestimmung an und zernichteten es.

, Und wieder ein halbes Jahrhundert später schrieb der Calvinist

Jurieu:Wir verwerfen all diese Lehren von der Vorherbcstimmung;

* wir verwerfen sie, weil sie alle Religion zerstören und den ManiLäiS-inus aufwecken; ich rede ungern und Wider meinen Willen davon; Kei-ner der Unsrigen bedient sich heutzutage wieder dieser so ärgerlichen

Redeweisen."

Aber Beza hatte doch gesagt:Das theologische System Cal-vin's ist auf Wahrheit gegründet."

Der Schatten des Sacristans von St. Petrus dem Jüngern

mußte mehr als einmal in seinem Grabe schauern bei dem Lärmen derStreitigkeiten, welche der Protestantismus in seinem eigenen Schooßeerregte. Das Grab Gerhards ist jetzt noch auf dem Kirchhofe

in Strasburg zu sehen: religiöse Umwälzungen verathmeten am Fußedes Steines, welcher die Ueberreste eines armen Geschöpfes bedeckte,das im Jahre 1560 im Herrn entschlief, erdrückt von der Last der

Jahre, im Angesichte der Kirche, in der er die Gläubigen so oft zum

Gebete versammelt hatte! Es ist ein Volksglaube unter den Katholi-ken Strasburgs, Gerhard sei im Gerüche der Heiligkeit gestorben.Man fleht ihn wie einen Seligen um seine Fürbitte an in den großenStürmen, welche den Glauben bedrohen. Das Grab des Sacristanswnrde durch eine Art Wunder erhalten. Wir wollten es sehen. Un-- ser Begleiter kannte beinahe alle Bewohner dieses Thales der Thränen.Nachdem wir einige Zeit in dem Gottesacker umhergegangen waren,gewahrten wir im östlichen Winkel einen Busch blühender Malven, inderen Mitte sich ein Grabstein erhob, der von der Zeit zerbröckelt undzerschiefert war, auf dem das Auge aber doch noch die Worte lesen konnte:,JIo!ior esl lickelm iFiioruntiu, gusm temaruriu scientia!" Wir fühl-

1) ^nti (lulvinisnu8 Llauelius, in welchem untersucht wird, wie dieCal-vüüstcn zur Holte verdammt oder vorherbestimmt sind durch den unabänderlichenRathschluß Gottes nach den Zeugnissen der Lutheraner, durch Christoph Seldius,Superintendent und Prediger in Coburg.

4n li C,ulvinisnu8 «i'vcnlutor von Christoph Althoser, Professorin Altorff, kirchliche» Superintendenten von Kolmbach. Altorff, in 4" 1638.^nti d!u I v i nisn U8 I'u»Iu8, von Ananias Weber. Leipzig, 1844. 4".

2) ssngt. mir Iv8 metöocle8 öcc., p>. 143. <lun8ult. cke stueunck. ;,ace Ll4.

3) ,Vt (lenovue intern» collechum mini8lrorum in jiubtieo coeta verum ckepruecke8tinatione ckoctrinam u88erint, pudlicoane 8crchto a Lulvino com-greiren8um, cornprvlisvit, esput kae ctiristiunue religionis. Iler, vitu llalv.,sck. sn. 1S3S.

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