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1 (1843)
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die Stadt bald in eine förmliche Schule verwandelt, in welcher sich Je-dermann, der lesen konnte, auch für berufen hielt, zu disputiren, alswenn er die Doctorgrade erbalten hätte. Froment hatte ein Mittelersonnen, durch welches er die Unwissenden ermuthigtc: er lehrte, werimmer die heilige Schrift lese, um die Wahrheit zu suchen, dürfe ver-sichert sein, dass er von dem heiligen Geiste erleuchtet werde; das wareine andere Ankündigung, welche ihm viele Kunden zuführen musste.Er sagte zu seinen Zuhörern:Beweiset mir durch die Schrift, dassich irre, ich will dann meinen Jrrthum in Demuth bekennen!" Wiesonderbar ist es, dass drei Jahrhunderte später ein Protestant, Pape,dem Schulmeister in Versen antwortete:

Stellt aus der Schrift mir dar die Falschheit meiner

Behauptung,

Und ich nehme zurück, was nicht die Prüfung besteht!"

Also sprachst du und siegtest dadurch, hochherziger Luther!

Dir nur folgen wir nach, hoffend den nämlichen Sieg.

Stellt aus der Schrift uns dar die Falschheit des, was

wir anders

Lehren, als Luther, weil wir anders cs sehen,

als er!

Man vertrieb diesen Missionär, und drohte ihm mit drei Strick-hieben, wenn er cs wagen würde, sich wieder sehen zu lassen; dieStadt war aber verloren: Die Theologaster Lnthcr'S kamen, um sichin ihr niederzulasscn.

Der Bischof glaubte, seine Gegenwart in Genf werde die Strei-tigkeiten, welche die Ruhe der Kirche zu beunruhigen drohten, besänf-tigen; aber die Reformation hatte schon grosse Fortschritte gemacht.Die einflussreichsten Eidgenossen, Ami Pcrrin, Malbuisson, die beidenVandel, Claudius Roger und Dvminicus d'Arlod hatten sich der neuenLehre angeschlosscn, von der sie ihre politische Emancipation erwarteten.Sie drängten sich um den Prediger Farcl, und suchten in den Redendes Missionärs, anstatt der Beweisgründe gegen den alten GlaubenGenfs, Aussprücbe gegen das Haus Savopen. Die Empörung nahmzu und suchte diessmal in dem Bischöfe einen neuen Feind, den sieverjagen wollte, wie sie die Herzoge von Savopen verjagt hatte.

De la Baume verliest die Stadt, das Evangelium machte es ihmnicht zur Pflicht, das Marterthum zu erwarten. Nach drei Jahrhun-derten ist es leicht, einen Bischof der Feigheit anzuklagen. Wer weist

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1) Pape, Distichen, in dev a. K Z. Nr. 17l.