hatten, Hilfe zu bringen, als er in einen Hinterhalt gerieth: Wieheißt du, sprach ein Soldat der Hugenoten zu dem katholischen Prie-ster. — Ich heiße Danesius, antwortete der Prälat. — Gott schützedich, sprach der Soldat, gehe weiter, ich kenne dich; den Vater derArmen tödte ich nicht! —
Heil dir Poftel! ruft hier Gälland aus, Heil vir, dessen Tugen-den und Verdienste ich nicht genug zu rühmen wüßte, wenn ich hundertZungen hätte, wie einer deiner College» von dir sagte, Moriz Bressieu.
Uostolli virtutss et littsras.üioir mitii si centum linguae sink, orsgue centunikerrea vox .....
Lnumersre guenm ....
Cr kannte alle Sprachen, alle Künste, war ein Inbegriff aller Wissen-schaften."
Das Leben Postels ist ein völliger Roman.
In seinem achten Jahre machte ihn Gott zu einem Waisen, seinVater und seine Mutter starben an der Pest. Cr bettelte auf denLandstraßen. In seinem vierzehnten Jahre lernte er in Sap, beiPontoise, lesen. Da erfaßte ihn der Ehrgeiz: er ging nach Paris,um dort sein Glück zu machen, verband sich unterwegs mit Zigeunern,welche ihn ausplünderten, schlugen und der Kleider beraubten, dannging er in das nächste Spital, wo er zwei Jahre seines Lebens zu-brachte. Cr wurde geheilt und ging heraus, ohne einen Heller in derTasche zu haben, von Hunger gequält: da erinnerte er sich seines ehe-maligen Geschäftes und fing wieder an zu betteln. Die Reisendenwaren selten: er war nahe daran, Hungers zu sterben, als er einKornfeld sah auf dem man gerade das Korn schnitt: er sammelt Neh-ren, und verkauft seine Arbeit für denselben Tag um einige Pfennige.Der Herr des Feloes hatte Mitleid mit dem Jungen, und behielt ihnin seinem Dienste. An einem frühen Morgen entlief er, eilte nachParis, und verdingte sich bei einem Lehrer der Universität. Er kehrteden Hörsaal aus, goß die Dinte in den Schreibzeug, verschloß dieBücher des Lehrers, heizte im Winter ein und kaufte auf dem Marktedie Lebensmittel für das Collegium. Eines Tages wurde der dienst-thuendc Bruder Magister: er setzte sogleich alle Lehrer in Paris davonin Kenutniß! Er darf von nun an die Armuth, den Hunger undden Durst nicht mehr fürchten: er hat einen fürstlichen Schah in seinem
I) Itressieu: cke scnat. lieg. i»roloss. ot inatlc. ergu sc Leuet.