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1 (1843)
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der griechischen Sprache und begnügtest dick nicht damit, meine wissen-schaftlichen Fortschritte zu fördern, du wolltest mir auch noch deine Börseöffnen. 0

Oft nahm Wolmar, wenn er vom Katheder Herabstieg,. Calvinbeim Arme, und unterhielt sich mit ihm im Hofraume des Collegiumsüber die Mythologie der Griechen, in die er gänzlich verliebt war.Seine Leidenschaft verblendete ihn aber nicht. Er hatte schon erkannt,daß Calvin weder zum Schulfuchs geboren sei, der den Aristophaneserklären würde, noch daß er sich, wie Aleandro, an einen berühmtenBuchdrucker anschließen könnte, um einen alten Hellenen, den maneben aus dem Staube hervorgezogen, mit Scholien und Varianten zubegleiten.

Als eines Tages Beide ihren Abendgang machten, sprach Wolmarzu seinem Schüler: Weißt du, daß sich dein Vater in Bezug auf dei-nen Beruf getäuscht hat! Du bist weder geschaffen, wie Alciati überdas Recht Vorlesungen zu halten, noch, wie ich, die griechische Sprachezu lehren! Widme dich der Theologie, die Theologie ist die Königinaller Wissenschaften. ^

Diese Worte entschieden die Bestimmung Johannes Calvin's, rerseinen Homer schloß, und sich von demselben Tage an der Erforschungschung des Wortes Gottes widmete. Dieses Wort nun, welches erin der Bibel fand, war nicht das lateinische der Vulgata, welches dieSchule und die Kirche noch heute lesen; sondern das gallische des LeFevre d'Etaples oder vielleicht auch des Johannes Olivetan, welches erin seinem Ncophiteneifer wie eine jener alten Comödien erklären wollte,die Melchior Wolmar commentirte. Ein katholischer Lehrer würde nichtvergessen haben, dem Schüler zu sagen, es bestehe eine gute Auslegungder heiligen Bücher, welche von Jahrhundert zu Jahrhundert vonChristus bis auf Leo X. überliefert worden sei, und welche von keinermenschlichen Stimme je übertroffen werden könne, nicht von Berengar,Arms, oder Luther das sei nämlich die Autorität. Der katholischeLehrer hätte ihm in diesem Augenblick die Bibel gezeigt, welche denStreitigkeiten der Neuerer preisgegeben ist, einem Zwingli, Luther,Melachthon, Oekolampadius, Capito, Hedio, Bucer, die sich nie mit-einander verständigen konnten und ein Babel erbauten, dessen Ver-wirrung noch besteht.

1) Vorrede zu dem Commentar über die Briefe an die Korinther.

2) Llorimonci cke kaemonch g. 882,