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1 (1843)
Entstehung
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IV
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Außer diesem ^»li-Ilolsocus gibt es noch eine MengeVerläumder der katholischen Kirche, die sich zu ApologetenCalviu's ausgeworfen haben. Diesen gegenüber vergleiche manAudin. Er hat, wie bei Luther, die besten Quellen benützt.Seine Belege holte er größteutheils aus protestantischenSchriftstellern und aus Calvin's Schriften selbst. Von derReformation an bis heute hörte und prüfte und beachtete eralle Stimmen, insbesondere jene der deutschen protestantischenGeschichtschreiber, wohin gehören Schröckh, Schlosser, Henke,Plank, Müller, Menzel, Paul Henry. Selbst die Zeitschrif-ten und Literatur-Blätter Deutschlands waren ihm wichtiggenug, daß er sie durchforschte und aus ihnen alle historischeNachrichten sammelte.

Für manche Leser dürfte es von besonderer Wichtigkeitsein, wenn sie hier die Entstehung des Calvinismus aus demLutheranismus nachgewiesen und die Gegensätze der CharaktereCalvin's und Luther's dargestellt finden.

Wenn Luther durch seine Lage gedrängt wurde, denweltlichen Frusten die Gewalt über Religion und Kirche ein-znräumen: so fand Calvin seine Verhältnisse für das Heilseines übermüthigen Strebens nach weltlicher Gewalt viel gün-stiger darin, daß er die Macht, welche er usurpirte, mit an-dern Aristokraten theilen konnte und theilte.

Calvin, dessen Anhänger die Reformirten (Verbesserten)heißen, konnte auch seine Neuerung nicht wohl durch die inseiner Umgebung herrschenden Mißbräuche rechtfertige»; dennGenf hatte ein höchst verehrungswürdiges Episcopat, einenhöchst achtungswürdigen Clerus. Mas ihm den Weg bahnte,war nur eine Aristokratie, der eine Umwälzung in jeder Be-ziehung materiell förderlich und genehm sein mußte.