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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
Seite
681
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Beim Schlafengehn, als ich das Licht löscht' in der Nacht,Kam ein Gedanke mir, den ich noch nie gedacht:

Verloschen ist das Licht des Tages, und daznHier seinen schwachen Stellvertreter löschest du.

Und weißt du, ob das Licht dein Auge wieder sieht,

Ob ew'ge Nacht es nicht in dieser Nacht umzieht?

29 ,

Die Schönheit nur zu sehn im Schönen, ist nicht schwer;Sieh' im Unschönen sie, und unschön ist's nicht mehr.

Die Schönheit, Gottes Licht, dnrchdringt die ganze Welt,Die blöden Angen nur den Abglanz vorenthält.

Du fühle dich in Gott, und alles gottvereint.

So ist dir alles schön, was andern anders scheint.

30 ,

Schwer zu vertragen ist für eines Mannes MagenEin Weib, das niemal weiß, wieviel die Uhr geschlagen.

Er hat zu rechter Zeit nicht Früh- noch Abendschmaus,

Und Ordnung fehlt der Welt, weil sic ihm fehlt im Haus,

31 ,

Verschieden ist im Grund, und wie es ist so bleib' es,Verschieden der Berns des Mannes und des Weibes,

Was äußerlich der Mann, hat innerlich das Weib,Darum zusammen erst sind sie ein ganzer Leib,