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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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29 .

Zum Herrscher der Natur war einst der Mensch geboren,Den Stuhl der Herrschaft hat er durch den Fall verloren.

Solang' als in ihm rein das Göttliche gebrannt,

War von der Gottgcmeiu' er Herrscher anerkannt.

Als diesen Talisman er in sich selbst zerstört,

Hat gegen ihn im Grimm sich bald sein Reich empört.

Aus seinem Fall hat er nun laug' empor gerungen,

Und wieder ans den Thron hat er sich halb geschwungen.

Mit Hilfe der Vernunft ist er ein Herrscher worden,

Ein Herrscher der Gewalt unwill'gcr Sklavcuhordcn.

Erst, wann er menschlich rein sich göttlich umgcwandt,Wird er als Herrscher sein mit Freuden anerkannt.

30 .

Die Blum' im Felde klagt: Weh dieser ranheu Wiese!Wie anders war mein Stand in jenem Paradiese!

Da schwebte leicht der Mensch wie Frnhlingsengelgrnß,Und trat den Boden nicht und mich mit schwerein Fusz.

Alswie der Vogel schwebt, alswie des Vogels Schatten,Schwebt' er geflügelt ob den cwiggrnncn Matten;

Wie Schmetterlinge, die auf schwankem Halm sich gatten.

Im Garten war auf vier gestellt kein plumpes Thier,Nur Mensch und Vogel war, lobsingend über mir.