Laßt mich nur blühn, damit, wenn ich hinunter soll,Hinunter ich im Strom noch schwimme rosenvoll.
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Beglückt ist, wer den Weg der Sünde gar nicht kennt,Vom eignen Trieb gelenkt, den Weg des Guten rennt.
Doch auch beglückt, wer kennt den Abweg, ihn zu fliehu,Um Andere davon znm Weg zurück zu zichn.
Das ist das schwere Glück des, der für sich geborgenNicht sein will, sonder» auch der Andern Heil besorgen.
3,
Wenn du nicht ansziehn kannst den Fehler der Natur,
In eine Tugend such' ihn nmznbilden nur.
Nicht mein' ich ihn mit Schein der Tugend zu bedecken,
Für Kinder hängt mau Frücht' an unfruchtbare Hecken;
Doch nie wird Heuchelei des Gärtners Fleiß geschimpft,Der edle Reiser auf unedlen Stamm geimpft.
Wie mau des starren Bergs rauh unfruchtbare WartenZu Rückhalt wählt und Schirm dem angelegten Garten,
Wie, wo des Stroms Gewalt Trotz bietet aller Hemmung,Man zur Bewässerung benutzt die Ucberschwcmmung,
4,
Du hast es einmal brav gemacht und meinest nun,
Du könnt'st ein andermal auch etwas minder thnn.
Mitnichten kauft man sich mit Pflichten los von Pflichten,Du mußt, was du einmal entrichtet, stets entrichten.