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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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I.

An einem Bache steht ein junger Rosenstrauch,

Und wiegt sein blühendes Gezweig im FrühlingShanch.

Die Wurzel streckt er tief, kühl in die Flut hinein,

Und wandelt, was er saugt, in rothen Wangcnschcin.

Und wenn den Pnrpnrglanz abbleichte Sonnenglut,

Die welken Blatter streut er wieder ans die Flut.

Froh sieht er ans der Flut die welken schwimmen nieder,Und sauget wohlgemut für frische Rosen wieder.

Am Abend flüstern ihm Betrübtes Lüfte vor;

Doch er, in Duft gehüllt, leiht ihnen kaum ein Ohr.

Sie flüstern: Ach, der Bach, der so dich scheint zu laben,Wird wühlend nach und nach den Grund dir untergraben.

Wohin du frohcrgötzt wirfst deine Blüten jetzt,

Dahin entsinkest du mit deinem Stamm zuletzt.

Darauf der Strauch im Traum mit süßem LücheldnfnWol blüht des Lebens Baum nur auf des Todes Gruft.

Drum lasset wohlgemut der kühlen Flut mich trinken,

Bis ich wert/ in der Flut ertrinken und versinken.