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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Der Kreis der siebente zuletzt nm's Meer gezogen,

Das ist, mit Sonn' und Mond geschmückt, der Himmelsbogeu.

Beglückt der König, der den Mittclthron besitzt,

Bon wo mit Blicken er durch sieben Kreise blitzt.

Von Kreis zu Kreise geht sein Herrscherwort hinaus.

Und wird nicht iibertönt von Wald- und Wogenbrans.

Und kommt zum äußersten das Wort zum Himmelsbogen,Berncigen schweigend auch sich Sonn' und Mond gewogen.

Der Herrscher möcht' ich sein, und dieser nur allein;

Denn jeder andre scheint mir gar beschränkt und klein.

43 .

Wer hat dir, Menschengeist, die Wunder offenbartDes Laufs der Sternenwclt? Du hast sie selbst gewahrt.

Durch tausendjährige Beobachtung des ScheinsGelangte dein Begriff zum Mittelpunkt des Seins.

Durch Schlüsse fandest du und prüftest durch Erfahrung;Bedarfst du, Menschcngeist, wol andrer Offenbarung?

44 .

Wozu sind all die Slern' am Himmel nur gemacht?

Mit goldnem Flitter wol zu schmücken unsre Nacht?

Dazu sind sie gemacht, doch nur dein Kindcrsinn.

Was hat des Manns Verstand von ihnen für Gewinn?

Er hätte, scheint'S, genug an Sonn' und Mond allein,Zum Licht im Erdenhans, und brauchte nicht den Schein.

Statt müßig anfzuschann in zahllos fremde.Welten,

Wär' es nicht besser, daß die eigne wir bestellten?