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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ter Sperling und der Fink, die Ammer und die Meise,

Ein jedes haschte flink auch einen Mundvoll Speise.

Mag Hahn und Taube nun mit Krön' und Haube prahlen,Sie müssen thenr das Mahl mit ihrem Leben zahlen.

Sie werden von dem Wirth wie jeder Gast gerupft,

»nd nur die Bettler sind mit heiler Haut entschlüpft.

13 .

Die Schwalb' ist eingcthan in Dörfern nicht allein,

Sie wagt sich, scheuer zwar, auch in die Stadt' hinein.

Zn größern Städten wol fliegt wilder nur und scheuer,Kreischend ob dem Gekreisch, die Thnrmschwalb' oder Steuer.

An kleinern Städten, die zur Hälfte ländlich sind,

Schwebt an der äußern Wand der Mauerschwalbe Kind.

Tic Hansschwalb' aber wohnt, Rauchschwalbe heißt sie auch.Am liebsten ans dem Dorf in stiller Hutten Rauch;

Wo sie sich abendlich versammeln ans dem Plan,

»nd sie erzählen, was sic in den Häusern sahn.

Tech welche sah ich, die hoch im Gebirge schwirrten»m's einsame Gehöft, bewohnt von armen Hirten;

Die vor der Einsamkeit nicht schienen dort zu schaudern,

Wo sie am Abend nicht mit Nachbarn können plaudern.

Sie plaudern unter sich, das Paar mit seiner Brut,

Und mit dem Hirten, wann er heimkehrt von der Hut.

Wie traulichen Verkehr hier Mensch und Vogel Pflegen,

Sah ich, als beim Gehöft ich Obdach sucht' im Regen.

Tie Leute waren aus, die Thür nicht zngemacht,

Kein Hund, der bellte, nur die Schwalben hielten Wacht.