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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Und sicht er keinen nahn, so winkt er seinen SegenNach allen Hütten bin nnd geht der Rnh zu pflegen.

11 .

Die alte Fabel fiel mir hcnte wieder bei,

Wie stärker milder Sinn als ungestümer sei;

Wie eine Wette schloß die Sonne mit dem Winde,

Wer einem Wanderer den Mantel ehr entwinde.

Da blies der Wind, da zog sein Kleid der Wandrer strafferDie Sonne schien hierauf, da lies; er's hangen schlaffer.

Und als sic lange schien, da zog cr's endlich ans,

Und ohne Mantel kam der Wanderer nach Hans.

So hat mich unterwegs kein Räuber ansgezogen,

Doch mancher Wirth mn's Geld mit Artigkeit betrogen.

12 .

Die Schenk' ist solch ein Ort, wo dir nichts wird geschenktUnd was man einschcnkt, wird dir thcncr eingetränkt.

In eine solche trat ich neulich ans dem Lande,

Und fand ihr Inneres in recht idyllischem Stande.

Ein Fenster offen hier, ein Fenster offen dort,

Und Mahlzeit aufgetischt an dein nnd jenem Ort.

Znin einen Fenster stieg herein mit mancher HenneDer Hahn, und pickte stolz die Körner von der Tenne.

Zum andern flog herein paarweise Taub' nnd Tauber,Die lasen das Gesims von allen Krümchen sauber.

Doch unter Fittigen der cingeladnen Großen

Lief mit manch Kleineres, vom Menschen sonst verstoßen: