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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Die Nebelhülle schwand, entschleiernd das Gefild,Die Se'en spiegelten voll Glanz der Sonne Bild.

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Es ragt ein Jnselbcrg, der bis zu seiner Spitze,

Bon seinen Wurzeln auf, trägt vielverstreute Sitze,

Landbauerwohnnngen, jede von ihren Schattenlimgriint, umringt von rind - und rehbegrasten Matten.

Den Gipfel aber krönt ein Thurm und Gotteshaus,

Rings sichtbar um den Berg von jeder Wohnung aus.

Dort oben wohnt erhöht, und Niemand fühlt sich hehrer,

In Mitten seiner Welt, ein Priester und ein Lehrer.

Von ihm aus ruft die Glock' an jedem Abhang nieder,

Am Morgen zum Geschäft, zur Ruh am Abend wieder.

Früh hören sic die Glock' und beten beim Erwachen,

Wie sie sie hören spät und Feierabend machen.

Am Festtag droben schallt der Lebenden Gebet,

Und ihre Todten rnhn dort himmclslnstumweht.

Dorthin zur Schule gehn die lcrnbcgier'gcn KinderGeschwinde geht's hinauf, herunter noch geschwinder.

Doch vor der Lehr' und nach steht er ans seinem Thurm,

Mißt Wind- und Wolkcnlanf, wägt Sonnenschein und Sturm.

To den Kalender stellt er seinem Völklcin immer.

Es baut danach sein Feld, und Segen fehlt ihm nimmer.

Er aber, der am Tag war seines Volkes Hirte,

Wird, wann der Abend naht, den Wanderern zum Wirthe.

Vom hohen Söller späht er, ob ein Gast sich nahe,

Der von ihm Speis' und Trank und nächt'ge Rast empfahe.

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