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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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529
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Verdrießen läßt sich's nicht, daß seine LiebkosungenDer Mann nicht weiter merkt, der liebkost seinem Jungen.

Mit vollem Enter kommt die Geis ; sein Kind zu nehmen,Weil melken will die Frau, muß sich der Mann bequemen.

Die Milch am Feuer kocht, das Kindlein wird gewiegt,Das stille Paar genießt, ihr Glück im Schlummer liegt.

O stilles Glück! daheim könnt' ich ein gleiches haben,lind muß mich in der Fremd' am fremden Anblick laben.

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Warum läßt Volksmundart von Francnlippen sichSo lieblich hören, als von Männern widerlich?

Wie rein der Reinheit, ist der Schönheit alles schön ;

Du hörest, auch wenn sie's nicht sprach', ein Wohlgetön.

Die Amnuth ist es, die, alswie die Landestracht,

Auch Landesart und Sprach' am Weib anmnthig macht.

Das Weib natürlich mag in der Natur verharren;

Der Mann wird, wenn er's will, znm Tölpel oder Narren.

Ein leichter Anflug nur von Mundart steht ihm gut,

Alswie ein Erdgcschinack der Reben edlem Blut.

Ich saß am Baum und schrieb, und weil ich stille war,Wagte sich scheu heran ein Thicrlein hie und dar.

Borsichtig spähend schlich ein Eichhorn über'» Zaun;Als ich die Hand erhob, wich es zurück mit Graun.

Ein Vöglein wiegte sich hoch im Gezweig und sang ;

Als ich das Haupt erhob, cntflattertc es bang.

Rückcrt, Lehrgedicht.

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