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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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516
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Drum laß in ihrem Werth die Güter fein bestehn,Besonnen im Besitz, besonnen im Entgehn,

89 ,

Wer strebte nach dem Ziel, wenn er so fern es sähe,Wie's wirklich ist? Der Wnnsch sieht alles in der Nähe,

Und wenn du näher rückst und merkst den Angentrug,Treibt weiter dich der Trieb, der einmal ist im Zug,

86 .

Nicht durch Beweise kannst du stützen deinen Glauben,Durch Widerlegungen ihm anch die Macht nicht ranben.

Mit Worten kannst du ihn verhüllen und bedecken.

Nicht ihn begraben, noch von Todten anferwecken.

Oft, was ihn sichern soll, wird ihn nur irre machen,Und was betäuben ihn, davon wird er erwachen.

Er steht mit ewiger, allgegenwärt'ger Macht

Als Sonn' an deinem Tag, als Stern in deiner Nacht,

Was auch bei Nacht und Tag dein Auge mache blind,Du weißt, daß über dir doch Sonn' und Sterne sind.

67 ,

Blick' auf und sage dir: wo ist der Regenbogen?

Er scheinet dort dem Saum der Wolken angeflogen.

Doch in der Wolke, wär' er dort wol ohn' ein Auge,Das deinige, das ihn dir in die Seele sauge?

Du wirst es dir bewußt: es sind der Sonne Stralen,Die du getrunken hast aus Regenbogenschalen,