Zolang' du denken nicht die Widersprüche kannst,denke nicht, daß dn durch Denken Gott gewannst.
28 .
Zolang' dn lebend bist, komm halte dich ans Leben,
Und laß die Todtcn sich ab mit den Todten geben.
Wieviele starben, doch des Lebens bleibt genug:
Wie einer abtritt, folgt ein andrer Maskenzug.
»ud trittst dn selber ab, so thn's mit Lust, zufrieden,
Daß dn gelebt und nicht mehr leben mußt hienicdcn.
2 >>.
Die Tage nach dem Tag, wo dn gepflanzt den Baum,Au dem dn blühen sichst der Zukunft goldncn Traum,
Die Tage wünschest dn, daß sic geflügelt seien,
»m nur mit cinemmal zu sehn des Baums Gedeihen.
Doch geben kann dein Wunsch den Tagen keine Flügel;Tie starke Hand der Zeit führt sic am festen Zügel.
»nd desto langsamer sichst dn dahin sie schreiten,ist ungeduldiger dn wünschest ihr Entgleiten.
L wünsche nichts vorbei und wünsche nichts zurück !d!ur ruhiges Gefühl der Gegenwart ist Glück.
Ae Zukunft kommt von selbst, beeile nicht die Fahrt!sogleich Vergangenheit ist jede Gegenwart.
Du aber pflanz' ein Kraut an jedem Tag im Garten,
« kannst dn jeden Tag anch eine B liit' erwarten.