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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Wie dich der Wirbel trägt, wohin er dich verschlägt,

Du fühlest ruhig dich im Gleichgewicht gewägt.

Du siehst in jedem Ding, ob wichtig ob gering,

Nur das, wodurch auch es ist von der Kett' ein Ring.

Dann siehst dn Kleines groß und Stolzes nackt und bloß,

Und alle Kinder gleich im Einen Mntterschoß.

Willst dn im Einen sein, kehr' in dir Einem ein;

Das Ein und All ist wo allein dn bist allein.

Das wirrt nur und zerstreut, was Zeit »nd Raum dir beut;Nur das erfreut, was sich, als cw'ges Heut erneut.

tl.

Aufs Unglück sei gefaßt, denn morgen kann es kommen,Gefaßt wie ans den Gast, der sein will ausgenommen.

Doch wie es kommen kann, so kann's auch anßenbleiben,lind niemal sollst dn selbst dein Ungemach betreiben.

Sei nur darauf gefaßt, nie sei darum beklommen,

Mag nun der lcid'gc Gast ansbleiben oder kommen.

12 .

Nicht ändern kannst dn es, ergib dich in Geduld!"

Sv ehrst dn Gottes Macht, nicht ehrst dn seine Huld.

Sprich, ob du dich, wenn du es könntest ändern eben,Ergeben würdest auch? Das wär' ein recht Ergeben.

Doch nun ist halb das Wort um seinen Sinn gekommen;Denn halb nur gäbest du, halb ward cs dir genommen.

Rückcrt, Lehrgedicht.

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