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Die Sonne selber siehst du nur durch Sonnenlicht,
So schaust du Gott durch Gott, durch andres Mittel nicht.
Die Sonne, die das Licht, die Welt zu sehn, dir spendet,Sichst du ihr Angesicht, bist du davon geblendet.
Und so im Menschengeist erlischt was in ihm denkt,
Wenn er sein Denken dreist im höchsten Geist versenkt.
Mußt du die Sonne sehn? sieh Fluren sonnerhellt;
Und willst du Gott sehn, sieh die gotterfiillte Welt.
Der Sonne echte Kraft siehst du im Schmelz der Flur,Und GE, den du nicht siehst, in seinen Werken nur.
IN.
Du fühlest, daß du hast ans Erden keine Rast,
Wo nichts in Ruhe bleibt, sich alles treibt in Hast;
Wo nichts in Ruhe bleibt, in Hast sich alles treibt;
Wer ist, der hier ein Heil dem kranken Trieb verschreibt?
Ein Heil, dem Heilung dankt das Herz, wenn es erkranktVom Schwanken dieser Welt und mit ihr schwankt und wankt
Ein Heil, das Unruh heilt, und das die Ruh erthcilt,
Die in sich selber ruht, wo alles, alles eilt!
Die Ruhe suchest du! wo findest du die Ruh?
Wenn du dem Sturm dich ab, dich jenem kehrest zu,
Von dessen Hauch bewegt, der Sturm ist angeregtDes Lebensmceres, das sich nur im Hafen legt;
Der Steuer auch und Mast, und Hafen ist und Rast;
Die Ruhe hast du, wo du ihn gefunden hast.