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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ein Zeichen sei es dir, daß du nie kannst benutzenWeltgüter, ohne dich mit ihnen zu beschmutzen.

12 .

Biel lieber ist das Dach der Hütte, das bemoste,

Und dran das Gärtchen mir, das kleine, doch bcroste.

Als ein Palast, von Gold und Silber eingelegt,

»nd Machtbesitz, von Furcht und Sorgen eingehegt.

13 .

Nicht Pyramiden, die Jahrtausenden getrotzt,

Daran die Gegenwart wie Moos am Stamm schmarotzt

Von Elefante nicht die Wunder noch Ellore,

»nd nicht am Kaukasus Alanen - Hunnenthore;

Noch eine Mauer, die ein Weltreich weit umzirkte,

Stricht so vom Riescngeist, womit die Urzeit wirkte,

AlSwie die Sprache, die auf einmal sie ersann,

Der nicht ein neues Wort der Geist zusetzen kann :

Der Thurm von Babel, den znm Himmel sie gebaut,

Von dessen Zinnen sie vernahmen Gbtterlaut.

Der Thurm ist umgestiirzt, der Himmel unerstiegcn,Davon die Sprachen nun als Trümmerhaufen liegen,

Wovon mit einem je sich je ein Volk begnügt,

»nd seinen Geistesban daraus nothdürftig fügt.

Der nmgebaute Schutt, verwitternd Jahr um Jahr,

Jengt nn Verfall noch klar, wie stark der Urban war.

Nim sucht die Wissenschaft mit künstlicher VerküttnugDer Reste mühsam herznstelleu die Zerrüttung.