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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Der Ließ der Reue wird ein Edelstein genannt,

Der schönres Namens dir ist als Smaragd bekannt.

Ich sage dir, warum er heiße Kieß der Reue;

Daß sich an ird'schem Glan; kein Herz vollkommen freue

Als Alexander zog der Held ohn' HindernisVon West zu Ost, und kam ins Land der Finsternis,

Wo er des Lebens Brunn gesucht, den er nicht fand,Drang er mit seinem Heer tief in die Fclscnwand.

Da hörten sie von fern den Brunn des Lebens rauschen;Doch wo er fließ' und wie, das war nicht zu erlauschen.

Vor ihren Angen schwebt' ein falscher Wasserschein,

Der führt' itzt durstig sie heraus, wie erst hinein.

Da sahen sie den Grund mit grünem Ließ bestreut:

Die davon nahmen, nnd die nicht, hat's gleich gereut.

Smaragde waren ^s, da sic ans Licht gekommen,

Und alle reut' es, die davon nichts mitgenommen.

Mehr aber reut' es die was mitgenommen hatten,

Weil sie das beste doch gelassen in den Schatten.

Denn wer die Gnügc nicht geschöpft im Lcbensbronnen,Der findet, o mein Sohn, nur Rene selbst in Wonnen.

Des Silbers reiner Glanz läßt Flecken am Gewand,Das es bestreift, nnd Schmutz an der berührten Hand.

Nicht das gemeine nur, das Geld, das im GedrängeDer Märkte kreist, es thur's auch edles Lunstgcspünge.