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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Die Menschen müssen dir von Zeit zu Zeit es sagen,

Laß was sür sie du thust, mög' ihren Beifall tragen,

»nd sagen sie es nicht, so muß in deiner BrustDie Stimm" es sagen, daß du nicht Unnützes thust,

Lhn' einen Zuruf so von außen oder innen

Bleibt ohne Lust, und ohn' Erfolg auch, dein Beginnen,

8 ,

Wenn dich am frühen Tag ein frommer Borsatz hebet,

Lei» froher Herzcnschlag dem dankt, durch den er lebet:

Als kühler Sommerhnt wird dis Gefühl dir schatten,

Und an des Mittags Glut nicht deine Seel' ermatten.

Dann wenn dn dir zur Nacht das Zeugnis geben kannst,Daß etwas du vollbracht, dir etwas angewannst:

So wird bei Nacht ein Traum der Seele Kraft dir stärken,Daß morgens sic im Raum erwacht zu neuen Werken,

0 ,

Wenn dn die Pflanze wirst mit kühler Flut besprengen:Die Tropfen dunsten weg, die an den Blättern hängen.

Nur was zu Fuße fließt und bis zur Wurzel nieder,Durchdringt als Lebenssaft von dort der Pflanze Glieder,

So was von außen sich mit Lust an dich mag drängen,

Die Reize schwinden weg, die an den Sinnen hängen,

Rur was zur Wurzel dringt und bis zum Herzen nieder,Erfrischt als Nahrungssaft von dort des Lebens Glieder,