Druckschrift 
Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
Seite
456
Einzelbild herunterladen
 

456

Bis zu dem Augenblick, wo ich es wieder finde,

Wie mancher Unfall gieng vorüber meinem Kinde!

Wie vielmal mir zurück geschenkt Hab' ich's erhaltenBon thätig ihm zun: Schutz gewesenen Gewalten!

Stur vielfach ließen sie das Schntzgeld auch in QualenMich mit vergeblichen Besorgnissen bezahlen.

O Mücke, die du lebst und stirbst im Sonnenstral,

Heb' höher deinen Tanz! die Sonne schwand vom Thal.

Sie scheint noch in der Höh'; hinauf! ihr Licht zu trinken.Dann in dein nächt'ges Grab, bethantes Gras, zu sinken.

Zufrieden mit mir selbst, mit Gott und mit der Welt,

Hab' ich das Gute nur zu thun, das mir gefällt.

Nicht als sei Gutes mir durchaus zu thun beschicden:

Doch wollt' ich's gern nicht thun, wie war' ich denn zufrieden?

«>.

Der Ehre kannst du wol von Andern leicht entbehren,Wenn du dich selber nur zu halten weißt in Ehren.

Doch will dir Unverstand versagen die Gebühren,

Laß ihn nicht deinethalb, laß es ihn scinthalb spüren.

Denn jedem Manne ziemt vorm andern, und dem KnabenZiemt zwiefach Achtung wol vor einem Mann zu haben.

Die Lehre sollst du ihm, weil sie ist heilsam, geben;

Gib sic ihm so, alsob es dich nicht angicng' eben.