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Das Schöne gebe dir zum Guten Gott vereint.
Der gut im Guten ist und schön im Schönen scheint.
21 .
Du schäme dich vor Gott und dir in deinen Zellen,
Wie in Gesellschaft dn dich schämest vor Gesellen.
Der Unverschämte sagt: da Gott es sieht in mir,
Scheut' ich dich inehr als ihn, um es zu bergen dir?
Doch der Beschämte sagt: da Gott in mir es schaut,
Und es verzeiht, sei dir's auch zum Verzeichn vertrant.
22 .
Wenn du mich fragst: ans wen darf ich in Treuen bann?
Ich sage dir: ans die, die selber Andern traun.
Und fragst du aber, wem zu traun dir nicht gebührt?
Nur dem nicht, der im Mund stets Treu und Glauben führt.
28 .
Ihr närr'schen Dichter, die ihr scheltet die Natur,
Und sie zu schelten nehmt ans ihr die Bilder nur!
Wenn Musen sonst aus Lärm die Einsamkeit gesucht,
Nehmt ihr vom Land zur Stadt die umgekehrte Flucht;
Hängt um die Poesie des Staates Flitterstaat,
Statt jener Unschuld, die im Paradies anftrat.
Seht dort nur hin, wo längst schon steht das Ideal,
Das ihr hier bauen wollt; sprecht: wo ist Lust? wo Qual?
Ist hier die Wiese kahl? ist hier der Bach nur schmal?
Sie glänzen doch, sei's nun von Früh - von Abendstral.