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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Die heil'ge Brahmastadt, gleich emcr Lotosblüte,

In welcher Brahma wohnt, o Mensch, ist dein Gcmiitbe,

Ums Thore hat die Stadt an ihren Außcnwcrken,

Das sind die Sinne, die die Welt von außen merken.

ie Faden des Geruchs, die Fasern der EmpfindlingErhalten mit der Welt den Lotos in Verbindung,

Im Richtweg des Geschmacks, nn Schneckengang des OhresDie Brahinainittc bleibt bewußt des offne» Thores.

Am liebsten aber steigt auf seinem LotosglanzDer Gott in's Aug' empor und schaut die Schöpfung ganz.

Da wird die Schöpfung hell, vom Lotosglanz bethautsichlet freudig, daß ihr Schöpfer sic beschaut.

»lang' er innen wacht, wacht außen Welt in Wonne;Was hier die Sinnen macht, das machet dort die Sonne,

hat dnrch's Ang' er sich die Welt beschaut mit Ruh,dtkigt er ins Herz hinab und inacht die Fenster zu

>e Lotosblüte schließt sich dann als Schlnmmermohn,draußen träumt der Blond, und ist benannt davon.

«ch tief im Lotoskelch wird nun vom Schlummer frei,ie mlld' am Tage schlief, die Biene Schwärmerei

schwärmt, den Ncktarkelch des Lotos anszukostentränk' ihn leer, wenn nicht Besinnung tagt' im Osten,

l»d wieder wacht empor der Sinne Städterchor>»d Lebensnahrnng führt er ein dnrch's offne Thor,

u schaust dem Treiben zu und fühlst in stiller Lustin, der dis alles lenkt, den Gott in deiner Brust,Riiikcrt, Lehrgedicht, 2 7