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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Und so, was die Vernunft sich mühet zu vernehmen.

Hat richtig dein Gefühl erkannt im Schein und Scheinen.

14 .

Im Meer der Schöpfung schwamm zuerst die Lotosblume,

Die wölbte ihren Kelch gleich einem Heiligthnme.

Im Heiligthnme lag der Geist wie unter Zelten,

Und lächelte im Traum, er träumte künft'gc Welten.

Als sich entfaltete darob die Blum' in Wonne,

Gieng aus der Blum' ein Glanz und ward das Licht der Sonm.

Aufstieg ein Dust, ein Hauch, und ward zu Aetherranch,

Ward feuchte Frühlingsluft und Wolkcnhimmcl auch.

Ein Blättchen riß sich los als Schmetterling-Cicade,

Und flog der Lebenswelt noch unbekannte Pfade.

Im Kelche brütend saß ein vogclglcich Gebild.

Die Flügel hob's und schwang sich in des Seins Gcfild,

Sic kämpften in der Luft, und bunt stob manche Feder,

Ein eigenes Geschlecht Luftgänger ward aus jeder.

Doch außen an dem Kelch die Schuppe wasserfrischAbtrennte sich und ward halb Krokodil, halb Fisch.

Der Fisch entschwomm zum Strand der Zukunft voll Begier,Und stieg dort halb ans Land, ganz als vierftiß'ges Thier.

Die Lotoswicge schwankt, es gährt der Wasserschanm,

Der Geist erwacht und sieht die Schöpfung, seinen Traum.

Er sprach: Ich träumte das, doch nun will ich im WachenDer Traumwelt wachen Herrn,,den Menschen selber machen.