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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Des Ganzen Theile sind als Theile nicht vorhanden,Deswegen, weil sie ja znm Ganzen sich verbanden.

Grenzpfähle steckest du, nm ein Gebiet zn messen;

Joch daß dn sie nur steckst, das sollst du nicht vergessen.

Der grade Gegensatz setzt grad' die Wahrheit schief,

Weil stets in Wahrheit eins ins andre sich verlief.

12 .

Dm ew'gen Faden zieht die Spinn' ans ihrem Leibe,

Die Sammlerbiene füllt mit fremdem Seim die Scheibe.

Zpinnweb' ist Fliegengrab und keines Lebens Labe,

Die Süßigkeit der Welt ist in der Honigwabe.

Meng, süße Poesie, aus Bienenraub von hinnen.

Und laß Filosofie im grauen Netz der Spinnen.

Ll> die Filosofie die Spinn' im Netze sei,

A selbst die Fliege drin, das ist nur eiuerlei.

3» keinem Falle wird sie fett bei diesem Schmaus,

Ob ausgesogne Flieg', ob Fliegen saugend aus.

13 .

Hier schwanken siehest du im Bach der Sonne Bild,

Doch unbeweglich dort steht fest ihr goldner Schild.

Am Abend siehst du dann sie scheinbar untergehn,

Indes der Erdball nur sich abdreht ihrem Stehn.

Doch, steht sie wirklich fest? sie dreht sich auch bestimmtUm einen Mittelpunkt, den man nur wahr nicht nimmt.