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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ich sende diesen Gruß, und sage nicht, wohin?

Loch wissen möcht' ich, ob ich dort willkommen bin.

20 .

Das Eine, das du liebst, wird dir vom Tod entzogen,lind nm das Andre hat die Ferne dich betrogen.

Ein Drittes lebt, nnd ist dir nah, und doch getrennt;Das ist die Trennung, die ein Herz am meisten brennt.

21 .

Die Sterne mögen dir aus Winternächten blinken,

Und Blumen einen Gruß von Sommerhiigeln winken;

So bleibt dir liebend nah von unten nnd von oben,

Was dir der Tod in Erd' und Himmel aufgehoben.

Doch wenn ein Lebender den Gruß mir schuldig bleibt:

Schämt er sich nicht vor dem, was Blum' nnd Stern mir schreibt

22 .

Ich unterhalte mich so oft in meinen LiedernMit Freunden, die darauf so wenig mir erwicdcrn.

Als ob nicht jedes Lied, dem keinen Namen beiIch schrieb, an jeden, dem's gefällt, gerichtet sei.

Doch mit dem Dank darauf will keiner sich befassen,Das bleibt dem Kritiker, wie billig, überlassen;

Der wie ein Sekretär schreibt in des Gönners Namen,Daß deine Ohfer zur Behörde richtig kamen.