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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Man sieht sie an, allein wer kann sic alle nennen.Erkennen ihren Werth, wie sie vorüber rennen?

Ich leb' in kleiner Stadt, sic ist nur fast zu groß;

All seine Nachbarn liebt man ans dem Dorfe bloß.

Dort hat man keine Wahl, man braucht die ganze ZahlHier stellt zumal die Qual sich ein mit Zahl und Wahl.

Ich aber nngeqnült Hab' einen Freund gewühlt,

Der mir die Bücher wühlt, daß mich die Zahl nicht quält.

109 .

Den Nachbar halte werth, den Nachbar halt' in Ehren!Was ein beim Nachbar kehrt, kann auch bei dir cinkchren.

Dian wird nach deinen: Werth nicht in der Fremde fragen:Dem wird man glauben, was von dir die Nachbarn sagen.

Dein Bös' und Gutes kann die Ferne nicht berühren,

Dein Nachbar rechts und links wird dis und jenes spüren.

Mit seiner Nachbarschaft wer friedlich sich vertrügt.

Kommt aus mit aller Welt; dis sei dir eingeprügt:

Mit wem zwei Nachbarn hier beständig sind zufrieden,Dem ist Vergebung dort all seiner Schuld beschicken."

110 .

Zn guter Nachbarschaft gehört nicht das allein,

Nicht weh zu thun, auch dem, der weh that, zu vcrzeihn.

Ein böser Nachbar selbst mag nicht den guten Plagen,Ein guter aber wird den bösen selbst ertragen.