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Denn wäre voll sein Drang, so brach' cs ans der Hülle,
Wie aus der Knospe bricht der Rose Licbesfülle,
Die Knospe aber, die sich dumpf verstockt und wagtSticht anfzngehn, ist wol im Kern vom Wurm genagt,
Drum wenn kein Wurm dich nagt des Hochmuths in der Brust,So blüh' ans unverzagt, dir und der Welt zur Lust!
Nur nichtig ist der Schein, doch wichtig die Erscheinung,Vollkommen ist allein des Seins und Scheins Vereinung,
Mach' ein Gedicht ans dir, das dann nur ist gelungen,
Wenn ans dem Vollgchalt die Wohlgestalt entsprungen.
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Du kannst in der Natur nicht ein Gebilde streichen.
Und siehst Zusammenhang in allen ihren Reichen,
Vom Stein zur Pflanze, von der Pflanze bis znm Thier,Und von dem Thier hinan, o stolzer Mensch, zu dir.
Du siehst das Höhere vom Niederen getragen:
Nimm dis, und jenem ziehst du weg die Unterlagen,
Warum denn irrt es dich, daß in des Geistes ReichVorstellungsweisen auch nicht sind an Höhe gleich?
Du selber hast dich noch zur höchsten nicht erhoben,
Wenn du nicht einsiehst, daß Gott auch die niedern loben.
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Laß trösten dich, mein Sohn, für eines Angs Verlust!Bewahre doppelt rein den Sinn in deiner Brust!
So wird der Himmel voll dir durch Ein Auge stralen,
Und sanft auf Seelengrnnd das Bild der Welt sich malen.