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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Hier hat er das gemacht, hier hat er das besohlen;

Hier hat er was gebracht, hier kam er was zu holen.

Der Perser Markwart denkt in seinem stolzen Mnth :

Was ist das für ein Fürst, der alles selber thnt?

Was für ein Fürst, der sich bedienen selber muß,

Der ohne Lcibwach' ans dem Hanse geht zn Fuß ;

Der überall gehört und nirgends wird gefunden,

»iid dessen Spuren so sind unterm Volk geschwunden?

Zuletzt umfragend nun kommt er znm Bcthans hin;

Der Fürst der Gläubigen, so hört er, schläft darin.

Und schlafen sieht er ihn am Boden in der Ecke,

»iid wundert sich, daß ihn kein goldner Himmel decke.

Was ist das für ein Fürst, spricht er in hehren: Muth,

Der ohne Menschcnhut im Gotteshanse rnht?

Doch Omar wachet ans und zeigt in seinem BlickeDas seiner Macht von Gott vertrante Wcltgeschicke,

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Dein Streben sei, o Sohn, ein innres Gutes freiZu machen so, daß es ein äußrcs Schönes sei.

Warum soll glcißnerisch ein Schlechter sich bestreben,

Mit falschem Scheine sich des Guten zn umgeben,

Ein Guter aber sich im Gcgentheil befleißen,

Zn scheinen schlechter als er ist, um nicht zu gleißen?

Durch besser Scheinen wird kein Schlechter besser werden,Doch ungestraft kann sich kein Guter schlecht gcberden.

Wenn du mit herbem Trotz dein Gutes eigensinnigIn dir verschließen kannst, so ist es nicht recht innig.