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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Dann sichest du das Ding, wie's ist, nicht wie es scheint,Wenn du es sichest mit dir selbst in Gott vereint.

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Ein König möcht' ich sein, ein Herr der Morgcnlande,Der so zu geben als zu nehmen war' im Stande;

Der keinen vor sich liest' erscheinen ohne Gaben,

Und keinen von sich gehn, ohn' ihn beschenkt zu haben.

Wer sein Geschenk empfängt, den wird cs nicht beschämen,Und selber ohne Scham kann er Geschenk' annehmen;

Weil alles ihm gehört, was Menschen freut und frommt,So einzig zu ihm geht, wie einzig von ihm kommt.

Des Gabentansches wie sollt' er sich schenn und schämen,Da Götter Segen streun und Opferdnft annchmen?

Ein solcher möcht' ich sein, um ohne Scheu und BangenGeschenke selbst noch mehr zu geben als empfangen;

Dast Reichempfangenes nicht müsste mich erniedernDurch das Gefühl, ich sei zu arm cs zu crwiedern.

90 ,

Der Markwart Persiens', als er znm Omar kam,

Wie staunt' er, als er nichts von Königspracht vernahm!

Von aller Pracht, die scheint den Fürsten zu gebühren,War da Leim Fürsten nichts der Gläubigen zu spüren.

Er klopft an OmarS Hans,Grad' ist er ausgegangen,'Wohin?"" Die Kunde war von Niemand zu erlangen.

Die Gassen geht er durch und fragt, wo Omar sei,

Und überall wird ihm gesagt: Er gieng vorbei,